Star Trek – Die offizelle Raumschiffsammlung

Im Januar startete die offizielle Raumschiffsammlung der Firma Eaglemoss in Deutschland mit der USS Enterprise NCC 1701-D für 4,99 EUR.

Als Star Trek Fan mit beschränktem Platz für seine Modelle habe ich bisher die Furuta-Modelle gesammelt. Auch die NCC 1701-D ist unter meinen Modellen. Zeit also, um die Modelle zu vergleichen und zu entscheiden, ob sich der Umstieg bzw. die Eaglemoss-Modelle generell lohnen.

Eaglemoss-Modell und Furuta-Modell der USS Enterprise-D im direkten Vergleich.

Eaglemoss-Modell und Furuta-Modell der USS Enterprise-D im direkten Vergleich.

Die Furuta-Modelle

Meine Furuta-Sammlung: Nebula-Klasse, Constitution-Klasse, Miranda-Klasse, Excelsior-Klasse, Ambasador-Klasse, Galaxy-Klasse, Nebula-Klasse, Sovereign-Klasse, Danube-Klasse.

Meine Furuta-Sammlung:
Oberth-Klasse, Constitution-Klasse, Miranda-Klasse, Excelsior-Klasse, Ambasador-Klasse, Galaxy-Klasse, Nebula-Klasse, Sovereign-Klasse, Danube-Klasse (von links).

Die Furuta-Modelle erschienen zwischen den Jahren 2003 und 2006 bei einem japanischen Hersteller (Furuta). Es sind bemalte Miniatur-Modelle aus Kunststoff, die je nach Schiffsmodell etwa 6-12 cm lang sind. Dabei unterscheiden sich die Maßstäbe der einzelnen Modelle enorm. So hat das Modell der USS Enterprise NCC 1701-D einen Maßstab von 1:63000 während das nicht viel kleinere Modell des Runabout Rio Grande einen Maßstab von 1:306 besitzt.

Die Furuta-Modelle bekommt man noch gebraucht zu Stückpreisen zwischen durchschnittlich 10 EUR und 30 EUR je nach Modell. U.a. bei Ebay oder bei Amazon.

Die Verarbeitung der kleinen Modelle ist für meine Ansprüche in Ordnung. Hier und da sieht man die Übergänge, wo die Modelle zusammengesteckt wurden. Die Detailgenauigkeit ist bei den Maßstäben der größeren Schiffe natürlich nicht wirklich der Rede wert. Am Beispiel der 1701-D muss man bei dem Furuta-Modell anmerken, dass die meisten Fenster nicht eingezeichnet bzw. angedeutet sind. Lediglich die Öffnungen für die Rettungskapseln sind sichtbar. Insgesamt scheint sich das Modell an der schematischen Skizze der Enterprise 1701-D aus dem offiziellen Handbuch zu orientieren. Aufgrund der Größe des Modells wird auf den Namen des Schiffes auf der Außenhülle verzichtet. Lediglich die Registrierungsnummer lässt sich auf der Untertassensektion finden. Etwas detailreicher ist da natürlich das Modell des Runabout.

Die Eaglemoss-Modelle

Die Eaglemoss-Modelle erscheinen 14-tägig zum Preis von 14,99 EUR im Handel. Die Modelle sind zwischen 12-14 cm lang. Auch hier hat man aufgrund der unterschiedlichen Größen der Schiffe mit einem von Schiff zu Schiff variablen Maßstab zu rechnen. Die Enterprise NCC 1701-D mit einer länge von etwa 14 cm hat einen Maßstab von etwa 1:4610. Überraschend ist, dass das Model nicht komplett aus Kunststoff gefertigt wurde. Ein Großteil der Untertassensektion ist aus Metall, während die Antriebssektion aus Kunststoff ist. Der Übergang von Metall zu Kunststoff fällt jedoch kaum auf. Nur je nachdem das Licht einfällt, reflektiert der Kunststoff etwas weniger stark. Auch bei dem Eaglemoss-Modell sind die Luken der Rettungskapseln herausgearbeitet. Das Modell enthält aber auch weitere Details wie Fenster, eine ordentliche Beschriftung und Phaserbänke. Einzig im Bereich der Warpgondeln bin ich bei meinem Modell nicht zu 100% zufrieden, die etwas sauberer hätten verklebt werden können. Auch sitzt das Modell sehr fest in der Halterung. Möchte man es öfters herausnehmen besteht die Gefahr, dass man die Bemalung an den Rändern der Untertassensektion abkratzt. Etwas irritierend ist außerdem die Farbe des Modells. Eaglemoss schreibt dazu auf der Webseite:

„Die genaue Farbgebung der Modelle zu bestimmen, ist ein echtes Dilemma für die Modelldesigner: Oft weichen die Farben von einer Folge zur nächsten deutlich voneinander ab. So ist z. B. das Studiomodell der Enterprise-D in einem Blauton angestrichen, erscheint aber aufgrund der Aufnahmeverfahren in verschiedenen Grautönen auf dem Bildschirm. Deshalb wurden die Farben für die Modelle in enger Zusammenarbeit mit CBS Studios ausgewählt, um eine offizielle Version der „korrekten“ Farbe zu bestimmen.“

Nettes Extra bei den Eaglemoss-Modellen ist das beiliegende Magazin, welches in Kürze ein paar Fakten zum Schiff, sowie einige Hintergründe zur Entstehung verrät.

Fazit

Als Trekkie der alten Schule (damit meine ich das Pre-Abrams-Trek) ist die aktuell gestartete Raumschiffsammlung von Eaglemoss der perfekte Zeitpunkt sein Regal mit Erinnerungen an seine Lieblingsserien und Schiffe aus Star Trek aufzufüllen. Bei den über 50 zu erwartenden Schiffen zu je 15 EUR kann sich der Preis für die Sammlung natürlich ganz schön summieren. Aber in Sachen Detailgenuaigkeit sind die Eaglemoss-Modelle (bei gleichbleibender Qualität) den Furuta-Modellen vorzuziehen, wenn man etwas mehr Platz hat. Entscheidet man sich für den Einzelkauf der Schiffe in der Bahnhofsbuchhandlung oder an anderen Verkaufsstellen, verzichtet man zwar auf die Bonusprämien für Abonnenten, kann aber so bei Schiffen, die einen nicht interessieren (ich Interesse mich z.B. für die meisten Nicht-Sternenflotten-Designs nicht) aussetzen.

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